Erzieher

--Steffi Wagner--

Morgens basteln, nachmittags Versteckenspielen und zwischendurch ein kleiner Mittagsschlaf – so sieht zwar das Leben von Kindergartenkindern aus, Erzieher und Erzieherinnen haben bei ihrem Job in der Kita aber deutlich mehr zu tun. Und das gilt auch für die Jugendhilfe oder für Tagesstätten für Menschen mit Behinderung, in denen Erzieher ebenfalls gebraucht werden.

 

Das Wichtigste zur Erzieher-Ausbildung auf einen Blick:

  • Erzieher und Erzieherinnen leisten als pädagogische Fachkräfte einen super wichtigen Job. Sie sind Vorbild für junge Menschen, betreuen und fördern sie.

  • Die Ausbildung zum Erzieher ist in jedem Bundesland etwas unterschiedlich geregelt. Informier dich deshalb genau über die Voraussetzungen, die Art und die Dauer der Ausbildung.

  • Relativ neu ist das Modell PiA – das ist die Kurzform für Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher. Die Ausbildung ist dual aufgebaut und du bekommst von Anfang an ein Gehalt.

  • Das solltest du für die Ausbildung mitbringen: Empathie, GeduldFreude am Umgang mit anderen Menschen.

  • Die Einsatzmöglichkeiten als Erzieher sind vielfältig: Viele Erzieher arbeiten in der Kita – mögliche Arbeitsplätze sind aber auch Kinderheime, Jugend-Wohngruppen, Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Achtung: Bei den Stellenanzeigen findest du nicht nur freie Ausbildungsplätze zum Erzieher, sondern auch Stellenausschreibungen für das Anerkennungspraktikum beziehungsweise Anerkennungsjahr.

Mehr Infos zur PiA-Ausbildung Erzieher

Was macht eine Erzieherin?

Betreuen und Fördern: Im Kindergarten fördert man die geistige und körperliche Entwicklung der Kinder – zum Beispiel durch Spiele, die die Sinneswahrnehmung stärken, wie etwa Memory. Erzieher können in ihrem Job aber auch bei der Hausaufgabenbetreuung oder in Sportvereinen eingesetzt werden.

Pflegen und Versorgen: Erzieherinnen und Erzieher unterstützen die Kinder bei der Körperhygiene – also zum Beispiel beim Zähneputzen nach dem Mittagessen. Bei der Betreuung von Kleinkindern kann auch das Windelwechseln mit zu den Aufgaben gehören. Außerdem achten Erzieher darauf, dass die Kinder regelmäßig essen und trinken.

Erziehungsmaßnahmen entwickeln: Als Erzieherin beobachtet man unter anderem das Sozialverhalten und die Lernfortschritte der Kinder und überprüft so, ob sie psychisch stabil sind oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Für Kinder mit einer Lernschwäche entwickeln Erzieher beispielsweise Pläne, anhand derer sie gezielt auf die individuellen Schwierigkeiten der Kinder reagieren können.

Erziehungsmaßnahmen dokumentieren und reflektieren: Die Entwicklung der Kinder durch die Erziehungsmaßnahmen wird in Berichten festgehalten – in Einzelfällen erstellt man auch Gutachten für Jugendämter, zum Beispiel bei Kindern, die auf die Hilfe des Amtes angewiesen sind. Im Team mit anderen Erziehern oder mit Sozialpädagogen reflektiert man in regelmäßigen Abständen die erzieherische Arbeit.

Informieren und Anleiten: Im Rahmen von Elternabenden und -kursen führt man mit Eltern und Erziehungsberechtigten Informationsgespräche über die Kinder oder über anstehende Veranstaltungen. Als Erzieherin leitet man zudem Hilfskräfte oder Praktikanten an. Darüber hinaus koordiniert man Elternarbeit wie das Aufteilen von Backzutaten für gemeinsame Koch- oder Backprojekte.

Nicht nur Arbeit mit Kindern

Viele denken beim Beruf Erzieher an eine Arbeit im Kindergarten. Mit einer Ausbildung als Erzieher hast du aber auch andere Möglichkeiten! Liegt dir eher die Arbeit mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, kannst du zum Beispiel nach einem Job in der Jugendhilfe oder bei Freizeiteinrichtungen suchen.

Deine Aufgaben auf einen Blick (beispielhaft)

 

  • zum Tanzen, Basteln und Musik machen animieren

  • Konflikte lösen

  • Sozialverhalten beobachten und analysieren

  • Ausflüge und Veranstaltungen organisieren und vorbereiten

  • Elterngespräche führen

  • Hilfskräfte und Praktikanten anleiten

Warum sollte man Erzieher werden? Drei Gründe für die Erzieher-Ausbildung

  1. Viele freie Stellen: Die Nachfrage nach Erziehern – übrigens auch gezielt nach männlichen – ist sehr hoch. Die Ganztagsbetreuung von Kindern wird weiter zunehmen. Ausgebildete Erzieher finden also verhältnismäßig leicht einen Job.

  2. Sinnvolle Tätigkeit: Die Betreuung von Kindern oder anderen Menschen, die Hilfe benötigen, ist super wichtig für die Gesellschaft. Und: Die Ausbildung schult auch deine Persönlichkeit und deinen Umgang mit Menschen in deinem privaten Alltag.

  3. Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten: Es gibt viele Fortbildungen für Erzieher, in denen man sein Wissen in bestimmten Bereichen ausbauen kann. So kannst du dich auf das Berufsfeld deiner Wahl spezialisieren und auch mal den Bereich wechseln.